Äquivalenz

Äquivalenz zwischen zwei Ereignissen beschreibt eine vermeintlich exakte Verknüpfung: Untersucht wird, ob in einem hypothetischen Szenario das eine Ereignis ohne das andere auftreten könnte.

Die dabei anzuwendende „condicio-sine-qua-non-Formel“ ist jedoch wenig aussagekräftig: „X ist kausal für Y, wenn X nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass Y in seiner konkreten Form entfiele.“

Problematisch ist dabei, dass die Formel von strenger Monokausalität ausgeht, wonach jedes Ereignis auf genau einer klar identifizierbaren Ursache beruht. Diese Prämisse widerspricht jedoch der Realität. Dieses Problem soll dadurch gelöst werden, dass das Folgeereignis (Y) so eng definiert wird („in seiner konkreten Form“), dass seine Ursache klar bestimmbar ist. Letzten Endes führt das jedoch zu einem Zirkelschluss, da das Folgeereignis (Y) immer stärker durch Elemente der potenziellen Ursache (X)  beschrieben wird, deren Ursächlichkeit ja gerade bewiesen werden soll.

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